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liedzeit

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Filme unserer Zeit [Aug. 24th, 2016|10:06 am]
liedzeit
Die BBC hat gerade Kritiker in aller Welt nach Ihren Lieblingsfilmen der jüngeren Vergangenheit, seit 2000, befragt und daraus eine Bestenliste kompiliert. Wie nicht anders zu erwarten sind da eine Menge Filme dabei, die ich nicht kenne (65). Werckmeister harmóniák würde ich gern mal sehen, und natürlich auch alle anderen. Mulholland Drive fand ich damals gut, aber so richtig erinnere ich mich nicht an ihn, darum schafft der das nicht in meine Liste.

1. Cloud Atlas (Tom Tykwer, Lana Wachowski, 2012)
2. Shutter Island (Martin Scorsese, 2010)
3. Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Michel Gondry, 2004)
4. A Serious Man (Joel and Ethan Coen, 2009)
5. Spider-Man 2 (Sam Raimi, 2004)
6. 25th Hour (Spike Lee, 2002)
7. X-Men 2 (Bryan Singer, 2003)
8. Moonrise Kingdom (Wes Anderson, 2012)
9. Barbara (Christan Petzold, 2012)
10. Blue Jasmine (Woody Allen, 2013)

Und auf den folgenden Plätzen kämen dann....

Mystic River (Clint Eastwood, 2003)
A Most Violent Year (J.C. Chandor, 2014)
Adaption (Spike Jonze, 2002)
The Master (Paul Thomas Anderson, 2012)
Inside Llewyn Davis (Joel and Ethan Coen, 2013)
Boyhood (Richard Linklater, 2014)
The Wrestler (Darren Aronofsky, 2008)
Prisoners (Denis Villeneuve, 2013)
Catch me if you can (Steven Spielberg, 2002)
Source Code (Duncan Jones, 2011)
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Arthur und Ernst [Aug. 21st, 2016|10:26 am]
liedzeit
Neulich endlich und zum ersten Mal Love Story gesehen, ein Film immerhin mit meinem Lieblingsschauspieler. Und wider Erwarten fand ich den sehr gut. Obwohl die Musik sehr nervtötend ist, aber eigentlich natürlich auch gut.
Und Ernst Nolte habe ich immer gerne gelesen. Den Historikerstreit konnte ich damals schon nicht verstehen, aber verschiedene Ansichten zu einem Thema soll es wohl geben.
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Mit Ecke und Kant [Aug. 15th, 2016|01:11 pm]
liedzeit
Lange vor dem Fall der Mauer gab es nichts exotischers als DDR-Autoren zu lesen. Und Kant war obendrein auch noch partietreu. Dem Vergnügen habe ich mich nicht allzu oft hingegeben, und meine Erinnerung gibt auch leider nicht mehr als ein gar nicht so schlecht her für Die Aula. 1978 war das.
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It’s a mad, mad, mad, mad World [Aug. 9th, 2016|01:14 pm]
liedzeit
Beinahe hätte ich den großen Jack Davis vergessen. Dabei gab es in meiner Zeitung einen Mini-Nachruf. Ein Mad-Zeichner aus der Zeit als Mad noch gut war. Und das ist bekanntlich die Zeit, in der der Mad-Leser zwischen 13 und 18 ist. Aber er war stolze 64 Jahre aktiv, also auch vorher und nachher. Tatsächlich prägte er auch schon die EC-Horror-Zeit. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher wurde von ihm (und Mort Drucker) gezeichnet. Mad in Hollywood. (In der Dünne-Mann-Parodie: Klientin begrüßt den Garderobenständer...  So dünn bin ich auch wieder nicht. Und: Ich bin gar nicht dünn, sondern spitz.)
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Zeitschriften [Aug. 2nd, 2016|09:43 am]
liedzeit
Unsereins liest mehr oder weniger regelmäßig eine Tageszeitung und Spiegel Online, und tut mal einen Blick in die Deutsche Go Zeitung. Manchmal denke ich, das ist zu wenig. Und da trifft es sich, dass ich im Tagebuch des Herrn Mencken lese, er halte sich folgende Zeitschriften: Editor and Publisher, Guild Reporter, London Times Literary Supplement, American Speech, Language, Publications of the American Language Association, New Yorker, American Notes and Queries Consumers’ Research, Your Investments, Nation, American German Review, International Journal of American Linguistics, Negro Digest, Newspaperman, Studies in Lingoistics, Der Pennsylvaanisch Deitsch Eileschpiggel, Monthly Supplement, “Who’s Who in America” und vielleicht drei oder vier andere, daneben flattern ihm gratis ins Haus: Congressional Record, William Feather Magazine, Taxpayer (Melbourne, Australia), Quarterly of the Library of Congress, Saturday Review of Books, New Leader, Federal Union World, Mexico News, Columbus, Journal of the American Medical Association, Virginia Quarterly, Prairie Schooner, Adobe y Mesquite, American Mercury, Esquire, Gardens Houses and People, Household Magazine, Column Digest, Thinkers’ Digest, Etude, Retort, Freethinker, Bulletin of the New York Public Library, Virginian, Bulletin of the Teachers’ Alliance. Dazu kommen selbstverständlich noch Zeitungsausschnitte, die ihm zugeschickt werden. "I look through nearly all of it", behauptet er. So soll das sein.
Ich erwähnte Mencken, glaube ich, schon mal anlässlich seiner Bemerkung über Moby Dick. Ein grandioser Mann. Wobei die Tagebücher hauptsächlich lehrreich sind durch die Tatsache, dass Mencken in kaum fassbarer Weise am Früher-war-alles-besser-Syndrom leidet. Wir sprechen von den dreißiger Jahren. Radio als Feind der Kultur und Totengräber der Zeitungen. Jedes Jahr gibt er an, wieviel er verdient und wieviel Steuern er zu zahlen hat, und offenbar hält er das Steuerzahlen an sich für eine sozialistische Schikane. Er ist Antisemit und seine Ansichten über "Negroes" sind zwar nicht rassistisch aber paternalistisch. Vielleicht nicht der allersympatischste Mann. Über den einfachen Menschen, dich und mich, hatte er keine so gute Meinung. Berühmt dieser Aphorismus: "No one ever went broke underestimating the taste of the American public."
Auch nicht schlecht, dieser: "One some great and glorious day the plain folks of the land will reach their heart's desire at last, and the White House will be adorned by a downright moron." Dabei hielt er Roosevelt schon für einen Gangster. Was hätte er zu Trump gesagt?
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Dept. Havelock Counter [Jul. 30th, 2016|06:17 pm]
liedzeit
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Counter: 16
Diary of H.L. Mencken – 3. November 1945

Mencken erzählt, dass er mit 14 verführt worden sei, und dass das wahrscheinlich nicht geschadet hat, und dass Ellis der Meinung war, es wäre sogar "beneficial".
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Dept. Platten [Jul. 28th, 2016|10:39 am]
liedzeit
691. Hannes Wader – 7 Lieder [a] (1972) (6)
692. Waterboys – Fisherman’s Blues [a] (1988) (8)
693. Japan – Exorcising Songs [a] (1984) (7)
694. Various – A Tribute to Cole Porter [a] [DoLP] (1990) (6)
695. Various – American Graffiti (1973) [DoLP] (8)
696. Various – Vive la France 4 (1970) (6)
697. Oskana Sowiak – Yiddish Songs (1970) (7)
698. Billy Joel – 52nd Street (1978) (7)
699. Jenny Beeching – No more Sad Goodbyes (1983) (9)
700. Judy Garland & Mickey Rooney – Babes in Arms/Babes on Broadway [DoLP] (?) (8)

Bis auf das eine Lied hat Hannes Wader nichts nennenswertes vollbracht, und auch jenes Stück ist ein Cover, aber mit gutem Text und gut vorgetragen. Die Waterboys waren eine sehr erfreuliche Überraschung.
Von Oskana dagegen hatte ich mir mehr erhofft, gerade neu erworben, aber wenigstens ist "Dos Keibl", uns eher als Donna von Donovan bekannt, sehr gut.
Warum Jenny Beeching kein Superstar ist, gehört zu den ungeklärten Rätseln, obwohl es mir schon gelingt, sie mit neutralen Ohren zu hören, und dann kommt sie mir gewöhnungsbedürftig vor. Diese Platte bei eBay erstanden, nur in Italien veröffentlicht, und es gibt noch eine dritte Platte von ihr, die dann in Jugoslawien herauskam, was für eine Nicht-Karriere. Ein echter Skandal.
Judy und Mickey. Musik aus ihren besten Filmen, darunter das großartige Good Morning, und schönes Geheule von Judy, weil Mickey eine andere casten musste.

Bestes Stück: Heute hier, morgen dort - Hannes Wader
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Dept. MK Etappen 21 - Die Frau von dreißig Jahren [Jul. 25th, 2016|06:09 pm]
liedzeit
Julie d’Aiglemon, unsere Titelheldin, ist am Anfang des Romans erst 18 oder so und in einen nichtsnutzigen Obristen, Victor, verknallt, den sie gerade auf der Parade vor Waterloo in die Schlacht verabschiedet.
Vater ist gegen die Ehe, weil er ihn eben dafür hält. Sie heiratet ihn dennoch und damit beginnt das Unglück. Der Mann will zu oft oder zu viel oder jedenfalls nicht in der richtigen Art. Sie ist ihm einen gute Gattin, wenn auch lieber ohne eheliche Pflichten zu erfüllen, bringt ihn zu Peers- und Generalswürden, bleibt aber unglücklich.
Wenn da nicht ein reicher Engländer, Lord Arthur Grenville, wäre, in den zu verlieben sie sich gerade entschließen kann, als der auch schon, durch eine unerwartete Rückkehr des Gatten auf dem Balkon eine Nacht verbringen müssend, wegstirbt. Das Gerücht, das jemand, um ihrer Ehre Willen sein Leben gegeben hat, hebt natürlich ihre gesellschaftliche Stellung.
Dennoch fühlt sie sich elend.
Im nächsten Kapitel versucht ein Pfarrer sie mit seiner noch viel traurigeren Geschichte zu trösten, aber vergeblich.
Nicht ganz unerwartet verliebt sie sich aber schließlich doch noch einmal und zwar in Charles de Vandenesse. Sie ist in diesem Kapitel tatsächlich 30 Jahre alt.
Das findet Tochter Héléne nicht so gut und in einem stilistisch völlig anderem Kapitel, Balzac tritt plötzlich als verwirrter Ich-Erzähler auf, stößt sie ihren kleinen Bruder in den Tod.
Kein Wunder, dass sie das nicht gänzlich unberührt lässt, und als ein entflohener Mörder später im Haus der Eltern Zuflucht sucht (I‘m not making this up), wirft sie sich ihm an den Hals. Katharsis vermutet man als geübter Leser.
Victor steht dann vor der Pleite und muss, wie so oft bei Balzac, flugs ein Vermögen in Übersee machen. Auf der Rückreise wird er von einen Piraten aufgegriffen, der sich als Gatte der Tochter entpuppt, die mit ihm, dem Piraten, eine sehr erfreuliche Ehe verlebt hat. Sehr, sehr schräg.
Im finalen Kapitel trifft nun Julie auf die verarmte und verwitwete Tochter, deren kummervolles Ableben sie aber auch nicht verhindern kann.
Ein vorsichtig gesagt, uneinheitliches Buch, nicht schlecht, aber so richtig toll auch nicht. Tatsächlich hat Balzac verschiedenen Novellen nachträglich zu einem „Roman“ verwoben. Ob das eine gute Idee war? Vielleicht ja, denn der durchschnittliche Leser liest ja lieber einen Roman als 5 Novellen.

200/7
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Overboard [Jul. 22nd, 2016|05:34 pm]
liedzeit
Garry Marshall hat uns Pretty Woman geschenkt, wobei eingebrockt auch seine Berechtigung hätte. Frankie und Johnny und noch ein oder zwei ganz nette Filme. An allererster Stelle aber steht für mich "Ein Goldfisch an der Angel" mit Goldie Hawn und Kurt Russell, ein Film, den ich jedesmal zu Ende sehe, wenn ich zufällig reinzappe, und das geschieht, wie mir scheint, durchschnittlich einmal im Jahr.
Angefangen hat der Mann mit Männerwirtschaft, wo man annehmen könnte, dass es danach eigentlich nur bergab hätte gehen können. Aber es geht auch anders.
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Suicide [Jul. 19th, 2016|11:43 am]
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Vergleichsweise methusalemisch ist nun Herr Alan Vega friedlich im Schlaf von uns gegangen. Ein einziges Werk, aufgenommen in vier Tagen, reicht für unsterblichen Ruhm.
Eine sensationelle Platte und schön jetzt zu lesen, wie grandios fehl diese Platte seinerzeit, vor allem in Amerika, besprochen wurde, von Christgau mit c+ abgeschmettert. Obwohl, wenn schon Verriss, dann wie seiner: "...lyrics that reduce serious politics to rhetoric, singing that makes rhetoric sound lurid, and the way the manic eccentricity of this duo's live performance turns to silliness on record."
Für mich damals ein instant Hit, und immerhin auf Platz 14 meiner Top 100. In Gelsenkirchen gekauft, wie ich mich kurioserweise erinnere. Und zuhause dann Frankie Teardrop meinen Säuglingsbruder über Kopfhörer vorgestellt. Ein Experiment, für das mir der Mengele-Preis zustünde, wie ich beschämt zugebe. Aber ist gut gegangen.
Edit: Unwahre und unpassende Bemerkung über SZ-Volontäre gestrichen. Danke, D.
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