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liedzeit

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Wohin gehst du (mein Lieber)? [Jan. 10th, 2017|11:16 am]
liedzeit
In den One-Hit-Wonder Himmel, möchte ich hoffen. Gerade kürzlich noch, durch die Straßen Neapels schlendernd, hatte ich natürlich sein Lied im Kopf, und ein berühmter Vizemeister spielte das kurz vor Silvester sehr hübsch auf der Gitarre vor - und frug mich ernsthaft, ob mir das Lied bekannt sei! Aufgewachsen bin ich damit! Und ich möchte soweit gehen, zu sagen, meine Herzensbildung zum allergrößten Teil diesem Stück zu verdanken. Ja, wohin führt es denn, sich in St. Moritz und Juan-les-Pins rumzutreiben, und sich Pferde vom Aga Khan schenken zu lassen. Was ist die Freundschaft mit Sacha Distel wirklich wert? Muss man wirklich in einem fancy apartement leben? Picasso bestehlen? Und wie Marlene Dietrich reden? Natürlich nicht. Wenn man dann abends allein im Bett rumliegt. Dai, dai, dai, da, da da da da da da daaaa... Cause I can look inside your head.
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Dept. DreiKönigsBücher [Jan. 6th, 2017|10:41 am]
liedzeit
Die Bücher des Jahres 2016

Fiction
1. Alexandre Dumas Der Graf von Monte Christo
2. Cixin Liu The Three Body Problem
3. Fjodor Dostojewski Die Erniedrigten und die Beleidigten
4. Mack Reynolds Black Man’s Burden
5. Ian McEwan Enduring Love

Non-Fiction
1. Isaac Asimov The Shaping of England
2. Jared Diamond Kollaps
3. Simon Singh Big Bang
4. Roger Crowley City of Fortune
5. Lewis Dartnell The Knowledge

Entdeckung des Jahres: Stephen Fry Paperweight (aber eigentlich nur die Donald Trefusis-Sachen, die aber nicht weniger als genial sind)
Enttäuschung des Jahres: Agatha Christa The Man in the Brown Suit


Und bestes Wiedergelesenes...
Agatha Christie The Murder of Roger Ackroyd

Bestes Cover:


90/28055
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Tammy [Jan. 2nd, 2017|09:07 am]
liedzeit
Das nenne ich Mutterliebe, ein Tag nach der Tochter geht uns Frau Reynolds dahin. "I hear the cottonwoods whisperin..." In Singin’ in the Rain verdiente sie sich ihren Glücksstern. Und sie hatte das Privileg Gregory Peck in How the West was won abblitzen zu lassen. Zunächst wenigstens. Privat hatte sie weniger Glück. Der Gatte Eddie brennt mit Freundin Liz Taylor durch. Zumindest gegen starke Konkurrenz verloren. Eine Oscar-Nominierung immerhin für The Unsinkable Molly Brown. (Gegen Julie Andrews verloren, auch zu verkraften.) Kenne ich leider nicht, obwohl der Titel vielversprechend klingt.
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Dept. MK Etappen 22 - Vater Goirot [Dec. 28th, 2016|03:25 pm]
liedzeit
Das ist der Roman mit dem die menschliche Komödie eigentlich beginnt. Weil Balzac hier eingeführte Figuren nicht nur später wieder auftauchen lässt, sondern sie sogar in die Neuausgaben von früheren Werken einschmuggelt. So wie die Hauptfigur Eugène de Rastinac, der uns schon im Ball von Sceaux begegnet ist. Dort schmachtete er eine verheirate Dame an. Viel weiter hat er sich nicht entwickelt, denn jetzt hat er es auf die ebenfalls verheiratete Schwester, Delphine, abgesehen. Aber da ist man nicht kleinlich. Eigentlich geht es aber darum Teil der Gesellschaft zu werden. Er ist zunächst nur ein armer Jurastudent, der sein Einkommen von der nicht begüterten Familie erhält. Das ist aber zu wenig und so schnorrt er Geschwister und Mutter weiter an. Und studiert wird nun wirklich nicht. Eine Kusine führt in tatsächlich ein.
Im Moment lebt er in einer ärmlichen Pension, zusammen u.a. mit Vater Goirot, dessen Vornamen tatsächlich - für die Initialenrater einmal erwähnt wird - Jean Joachim, einem ehemaligen Nudelhändler. Die beiden Schwestern sind seine Töchter, erwidern aber, vorsichtig gesagt, nicht dessen bedingungslose Liebe. Zu gut verheiratet, um sich des armen Vaters nicht zu schämen. Seine Kohle nehmen sie schon, und er wird immer ärmer und ärmer. Dann ist da noch ein Gauner namens Vautrin, den auch Dickens nicht besser hätte erfinden können. Der will Rastinac an eine mittellose Mitpensionistin verkuppeln. Gegen entsprechende Gewinnbeteiligung, von der er sich genug Neger für ein schönes Leben kaufen will. Mittellose hat nämlich einen reichen Bruder, der nur zwischen ihr und Erbschaft steht. Dessen Ableben durch ein Duel könne man ja arrangieren. Wird auch später arrangiert. Wenn du an Geld kommen könntest, indem ein alter chinesischer Mandarin stirbt, würdest du es tun? Rastignac will nicht, aber nicht zuletzt, weil er ja auch auf die Goirottochter scharf ist. Später einmal, als nach dem Mandarin gefragt wird, sagte er, der lebe noch, röchele aber schon. Die erste Tochter übrigens war jene, die um ihren Geliebten zu schützen bei Gosbeck Geld auftreiben musste.
Wird Rastinac völlig verdorben oder bleibt ihm ein Rest Anstand? Das ist die Frage. Er gewinnt das Herz seiner Delphine und Goirot hat nichts dagegen. Aber dann stirbt der Alte. Nichts lieber möchte er als einen letzen Moment mit seinen Töchtern. Die aber haben wichtigeres zu tun. Die eine kommt zu spät, die andere gar nicht.
Gut, das Ganze zieht sich, und Goirot ist ein wenig zu sehr Karikatur. Und beinahe denke ich, den Roman mit einer 6 beurteilen zu müssen, als das glänzende Ende kommt, wo nämlich angewidert Rastinac, nicht etwa zu Studium oder Familie zurückkehrt, sondern sich zum Diner mit Delphine begibt und der Stadt, also der ganzen Gesellschaft erklärt:  "À nous deux, maintenant!"
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Prinzessin [Dec. 28th, 2016|12:31 pm]
liedzeit
Die Frisur war sensationell. Sonst habe ich eher keine Erinnerung. Bin ja eingetragener Star Wars Verachter. Aber irgendwann las ich mal eines ihrer Erinnerungsbücher. Schon bitter so als Kind von Megastars aufzuwachsen. Nicht, dass ich das extrem unsympathisch gefunden hätte.
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Status quo ante [Dec. 27th, 2016|09:33 am]
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1. Roll over lay down
2. Rain
3. Down Down
4. Pictures of Matchstick Man
5. Ice in the Sun
6. Whatever you want
7. Gerdundula
8. Caroline
9. Daughter
10. Paper Plane
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Thank you Mam [Dec. 26th, 2016|11:55 am]
liedzeit
This year, to save me from tears, I’ll give it to someone special. Sehr schlau. Careless whisper fällt mir noch ein, sonst eher nichts. Wham hat die 80er zusammen mit Duran und Depeche und so verhunzt. Aber so schlimm, dass sie meine Verachtung verdient hätten, waren sie auch nicht. (Also nicht so schlimm wie Prince, der mich jetzt auch noch ne Flasche Mum kostet.) Von Polizisten in Falle gelockt. Man hätte ein Herz aus Stein haben müssen, wäre man davon nicht angenehm berührt gewesen. Und im Windschatten geht dann ein wirklich Großer, Rick Parfitt.  Ungefähr siebenhunderttausend Mal besser als alles, was Herr Michael je gemacht hat, allein dies: Yes I can live without the Rain.
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Zsa [Dec. 20th, 2016|12:36 pm]
liedzeit
Es freut mich sehr, dass die letzte Ehe der großen Frau Gabor doch ziemlich lange gehalten hat. Zugegeben, der Gatte erschien mir immer windig, aber wenn er es denn nur auf die Kohle abgesehen hätte, was ich ihm ausdrücklich nun doch nicht unterstellen möchte, dann hätte er sie sich redlich verdient. Was fällt zu ZsaZsa ein? Kein Film leider, nur dieser Diamantenspruch. Was als Lebensleistung aller Ehren wert ist. Dass sie in der Hollywood Hall of B-Movie Stars steht, wird sie vermutlich nicht verletzt haben.
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Dept. Mystery of the Missing Links (6) - The Secret of Chimneys [Dec. 16th, 2016|10:20 am]
liedzeit
Den hatte ich ganz vergessen, vor ein paar Wochen gelesen. Und schon hat sich ein dichter Grauschleier über mein Gedächtnis gelegt.
Aber wir haben es hier wieder mit einer jungen Frau, Virginia Revel (wie ich eben schnell einfüge) zu tun, die es irgendwie nach Chimney verschlägt, wo irgendjemand ermordet wird. Sie selbst soll mit Briefen erpresst werden, die sie nicht geschrieben hat, und netterweise möchte sie, glaube ich, die wahre Schreiberin schützen.
Immerhin gibt es beinahe ein echtes Rätsel und nicht nur das was als Abenteuer durchgehen soll. Gut, in irgendeinem fiktiven Balkanstaat soll ein legitimer Prinz nach einer verkorksten Revolution wieder eingesetzt werden. Und ein gestohlener Diamant lungert auch irgendwie rum. Der Mord wurde durchs die French Governess begangen, die die Hauptverdächtige war, bevor sie scheinbar entlastet war. Und dann gibt es noch einen internationalen Gangster, der die ganze Zeit als Polizist der
Sûreté durchgeht, und der Prinz ist auch die ganze Zeit inkognito unter den Gästen und kann am Schluß Virginia heiraten.
Klingt jetzt auch nicht nach großem Krimi, aber längst nicht so schlimm wie der braune Anzug.

The Secret of Chimney - 1925
Erzählperspektive: AC
Morde: 1
5/10
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Bonn ist nicht Weimar [Dec. 15th, 2016|09:20 am]
liedzeit
Da beschleicht mich das seltsame Gefühl, ich hätte diesen Mann, Hans-Adolf Jacobsen schon einmal betrauert. Einer meiner verehrten Politologie-Professoren. (Wobei "Politische Wissenschaft" wir zu sagen verpflichtet waren.) Der uns, wenn eines, dann dies, das eben Bonn nicht Weimar sei, beigebracht hat. Oder war das doch Bracher? Oder beide? 
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