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Al und Jiro [Feb. 14th, 2017|01:58 pm]
liedzeit
Über Jarreau wollte ich eigentlich nichts sagen, weil ich den als zu ignorierenden Fake-Künstler abgespeichert hatte, aber nisi bene etc. Jazz finde ich schon an sich abscheulich, und populäre Jazz-Künstler noch mehr.
Dennoch war ich überrascht, als ich jetzt in einige seiner Stücke hineinhörte, und feststellte, dass seine Musik noch viel, viel, viel schlimmer ist, als ich das in Erinnerung hatte.
Und Jiro Taniguchi, falls der mir etwas hätte sagen sollen, sagt mir jetzt, wo ich einen Schritt auf ihn zugegangen bin, noch immer nichts.
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Dept. Mystery of the Missing Links (7) The Murder of Roger Ackroyd [Feb. 7th, 2017|12:30 pm]
liedzeit
Dieser Roman brachte Agatha Christie Weltruhm ein. Er wurde immerhin 1987 von der British Crime Writers’ Association zum besten Kriminalroman aller Zeiten gewählt. Und normalerweise gebe ich keinen Spoiler-Alert, aber hier schon. Also, lieber Leser, geh und lies das Buch!
Herr Roger Ackroyd also wird umgebracht. Verdächtig ist der Sohn hauptsächlich, aber zum Glück wird Poirot aus der Rente zurückgerufen und macht sich an die Arbeit. Unterstützt wird er durch den sympathischen Erzähler der ganzen Geschichte, dem Arzt Sheppard. Der übernimmt die Rolle des Hastings. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Hinweisen, die auf den wahren Täter schließen lassen, aber die Bereitschaft dem Ich-Erzähler zu trauen ist so groß, dass der Gedanke - selbst beim Wiederlesen - kaum auftauchen möchte.
Sheppard ist der Mörder. Und der Mord geschieht, um Erpressung zu vertuschen. Ganz am Anfang erhält Ackroyd einen Brief, der die Erpressungsgeschichte aufklärt. Sheppard ist dabei und fordert ihn sogar noch auf den Brief zu lesen. Schöner touch. Sein Alibi (Deutscher Titel) verschafft sich Sheppard mittels eines Diktaphons, 1926 wohl auch noch nicht unbedingt eine naheliegende Sache. Wunderbar. Die Charaktere sind nicht ganz so scharf gezeichnet wie in späteren Werken, aber Sheppard und seine Schwester sind großartig. Poirot sowieso.

The Murder of Roger Ackroyd - 1926
Erzählperspektive: Dr James Sheppard
Morde: 1
Aristoteles: 9
Austen: 2
Auster: 3
10/10
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Dept. Platten [Feb. 2nd, 2017|01:44 pm]
liedzeit
721. Various – Hair  [a] (1968) (6)
722. Alan Stivell – Rennaissance de la Harpe Celtique [a] [3er] (1972) (5)
723. Ten Years After – I'm Going Home / Portrait [a] (?) (6)
724. Rachmaninow – Klavierkonzert Nr. 2 [a] (?) (7)
725. Smiths – "Strangeways, Here We Come" (1987) (6)
726. Cliff Barnes and the Fear of Winning – The Record That Took 300 Million Years To Make [a] (1987) (7)
727. Rolling Stones – Steel Wheels [a] (1989) (6)
728. Prince – Dirty Mind [a] (1980) (4)
729. Terry Jacks – Seasons in the Sun  (1973) (8)
730. Joana –  Mit Ungebrochenen Schwingen (1981) (7)

Hair ist ein wenig angestaubt. Aquarius und Hair schon ziemlich gut, aber inhaltlich natürlich fragwürdig. Stivels Musik ist eigentlich gar nicht so schlecht. Aber 6 Plattenseiten von dem Gedudel hält kein Mensch aus. Eine Platte hätte sicher 7 Punkte erhalten. Schade, dass die Musik von Cliff nicht ganz so gut ist wie Gruppenname und Plattentitel.
Steel Wheels ist eigentlich auch nicht so übel, aber beim Hören fragt man sich immer, warum vertue ich meine Zeit damit, wenn ich doch auch Sticky Fingers oder so auflegen könnte.
Seasons in the Sun war mein ernstes allererstes Lieblingslied. Wobei ich das so definiere, auf Cassette aufgenommen und mindestens 10 Mal hintereinander gehört. Lustigerweise ist die LP ziemlich gut. Ein bisschen wie Gordon Lightfoot. Seasons fällt da raus. Das muss man heute beinahe kitschig finden. Tue ich nach außen selbstverständlich nicht.
Joana konnte ich nie ertragen, der Inbegriff der weinerlichen Weltverbesserin. Dennoch kaufte ich mir die neulich - mit Widmung. Und siehe da. Sie ist ziemlich witzig. Die Texte auch nicht schlechter als die von Reinhard Mey. Wobei mir die Stimme immer noch nicht gefällt.

Bestes Stück: Seasons in the Sun Terry Jacks
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Kleiner Bruder [Jan. 30th, 2017|10:00 am]
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Man sieht irgendeinen Film, sagen wir Tinker Tailor Soldier Spy, und fragt sich zwischendurch: ist das nicht John Hurt? Ganz sicher ist man sich nicht. Aber allein die Möglichkeit, dass er es sein könnte, wertet den Film sofort auf.
Man sieht einen Schauspieler, findet ihn gut so wie in Midnight Express oder Alien, vergisst ihn wieder. Bei Hurt war es 1984 mit dem er für mich zum Household name wurde.
Ich fand den Film irritierend, nicht zuletzt weil für mich Hurt als Winston Smith eine Fehlbesetzung war. Aber ihm ist es gelungen, meinen Widerstand zu brechen und meine Einschätzung umzudrehen. Und nicht durch totalitäre Foltermethoden, sondern durch Schauspielkunst.
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Nominierungen Oscar 2017 [Jan. 25th, 2017|11:54 am]
liedzeit
Weder Dr. Strange noch Deadpool!
Keine Nominierung für Tilda Swinton für die Rolle ihres Lebens!
La La Land. Seriously? 14? Ist als Film okay, wenn auch von Café Society geklaut. Aber die Tansszenen? Pathetic. Also so wie Ryan Gosling tanze ich nach vier Wochen Training auch. Kein Wunder, dass die guten Tanznummern alle im Scherenschnitt von Doublen gegeben werden. Der Zuschauer will betrogen werden, aber bitte nicht so offenkundig.
Emma Stone. Oscar für größte Augen ginge in Ordnung, aber für Schauspielkunst?
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Yes we could [Jan. 24th, 2017|10:28 am]
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Jetzt bin ich nicht der allergrößte Can Fan, aber wenn da ein Fastnamensvetter dahingeht, dann soll mir das schon eine Träne wert sein.
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Great again [Jan. 22nd, 2017|01:23 pm]
liedzeit
Wenn ich versuche, etwas Gutes an der Amtsübernahme durch Donald Trump zu finden, und ich habe mir Mühe gegeben, fällt mir immerhin das Outfit von Melania ein. Das war doch sehr hübsch. Wenn er denn wenigsten die Kolonisierung des Mars versprochen hätte. Aber, dass dem Rostgürtel ausgerechnet Protektionismus helfen soll, kommt mir eher unplausibel vor. Aber wer weiß.
Immerhin gibt es gute Nachrichten aus Deutschland, oder doch wenigstens eine nicht schlechte. Das Verfassungsgericht hat die NPD nicht verboten. Aber mit was für einer bescheuerten Begründung. Als wäre der Hinweis, dass das Verbot von Parteien totalitär ist, nicht mehr aus ausreichend. Das Verbot der KPD - der Schandfleck in unserer Nachkriegsgeschichte. Entweder ein Mitglied der NPD tut was verbotenes, dann soll er bestraft werden, oder nicht, dann kann er immer noch sozial geächtet werden. Aber die Partei verbieten? Eine abscheuliche Idee.
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Wohin gehst du (mein Lieber)? [Jan. 10th, 2017|11:16 am]
liedzeit
In den One-Hit-Wonder Himmel, möchte ich hoffen. Gerade kürzlich noch, durch die Straßen Neapels schlendernd, hatte ich natürlich sein Lied im Kopf, und ein berühmter Vizemeister spielte das kurz vor Silvester sehr hübsch auf der Gitarre vor - und frug mich ernsthaft, ob mir das Lied bekannt sei! Aufgewachsen bin ich damit! Und ich möchte soweit gehen, zu sagen, meine Herzensbildung zum allergrößten Teil diesem Stück zu verdanken. Ja, wohin führt es denn, sich in St. Moritz und Juan-les-Pins rumzutreiben, und sich Pferde vom Aga Khan schenken zu lassen. Was ist die Freundschaft mit Sacha Distel wirklich wert? Muss man wirklich in einem fancy apartement leben? Picasso bestehlen? Und wie Marlene Dietrich reden? Natürlich nicht. Wenn man dann abends allein im Bett rumliegt. Dai, dai, dai, da, da da da da da da daaaa... Cause I can look inside your head.
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Dept. DreiKönigsBücher [Jan. 6th, 2017|10:41 am]
liedzeit
Die Bücher des Jahres 2016

Fiction
1. Alexandre Dumas Der Graf von Monte Christo
2. Cixin Liu The Three Body Problem
3. Fjodor Dostojewski Die Erniedrigten und die Beleidigten
4. Mack Reynolds Black Man’s Burden
5. Ian McEwan Enduring Love

Non-Fiction
1. Isaac Asimov The Shaping of England
2. Jared Diamond Kollaps
3. Simon Singh Big Bang
4. Roger Crowley City of Fortune
5. Lewis Dartnell The Knowledge

Entdeckung des Jahres: Stephen Fry Paperweight (aber eigentlich nur die Donald Trefusis-Sachen, die aber nicht weniger als genial sind)
Enttäuschung des Jahres: Agatha Christa The Man in the Brown Suit


Und bestes Wiedergelesenes...
Agatha Christie The Murder of Roger Ackroyd

Bestes Cover:


90/28055
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Tammy [Jan. 2nd, 2017|09:07 am]
liedzeit
Das nenne ich Mutterliebe, ein Tag nach der Tochter geht uns Frau Reynolds dahin. "I hear the cottonwoods whisperin..." In Singin’ in the Rain verdiente sie sich ihren Glücksstern. Und sie hatte das Privileg Gregory Peck in How the West was won abblitzen zu lassen. Zunächst wenigstens. Privat hatte sie weniger Glück. Der Gatte Eddie brennt mit Freundin Liz Taylor durch. Zumindest gegen starke Konkurrenz verloren. Eine Oscar-Nominierung immerhin für The Unsinkable Molly Brown. (Gegen Julie Andrews verloren, auch zu verkraften.) Kenne ich leider nicht, obwohl der Titel vielversprechend klingt.
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