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Levities [entries|archive|friends|userinfo]
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Little Bitty Boy [Mar. 19th, 2017|07:58 pm]
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Das Problem bei Männern wie Chuck Berry ist, dass man sich kaum traut zu sagen, dass man sie nicht mag. Nicht nur setzt man sich dem Rassismusverdacht aus, sondern auch noch des Ignorantums, was Musik betrifft. Ist es denn nicht allgemein bekannt, dass es Leute wie CB sind, die praktisch definieren, was gute Rock-Musik ist? Und haben wir nicht das Zeugnis von Lennon, Dylan, den Stones und einer Horde anderer, die nur zugern zugeben, gegen ihn kleine Lichter zu sein? Leider besteht nun einmal die Tatsache darin, dass ich Roll over Beethoven schon immer doof fand. Und Johnny B. Goode und so ziemlich alles, was man von ihm kennt. Maybelene ist erträglich. Das einzig wirklich gute Stück, das ich kenne, ist My Ding-A-Ling. Das allerdings ist großartig.
Scheint aber allen Nachrufern eher peinlich oder unbekannt zu sein. SPON behauptet es sein 79 seine einzige Nummer Eins gewesen. Nun war das wie ich gerne gestehe Weihnachten 1972, als ich meine erste Top 20 hörte, glaube ich noch auf Platz 2. Und mir kam der leise Verdacht, dass der Text möglicherweise unanständig gewesen sein mochte. You know what I heard, I heard...
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Dept. SCIR [Mar. 4th, 2017|09:45 am]
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OneShot: j ↦ r Uta Ranke-Heinemann
OneShot: j ↦ d Anton Webern
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Paxton [Mar. 1st, 2017|04:41 pm]
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Der Name Bill Paxton sagte mir erst einmal nichts. Wer in Apollo 13 war er nun? Aber er war auch in A Simple Plan dabei. Und darum, adieu.
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Oscar 2017 [Feb. 27th, 2017|04:57 pm]
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Das war wieder eher schlapp. Wobei die Erwartung auf viel Trump-Bashing zu enttäuschen, glaube ich, eher gut war. Aber nach der Pizza jetzt Sweets an kleinen Fallschirmen herunterregnen zu lassen, war so lustig nicht, und noch weniger, einen Bus voller Hollywood-Touristen einmal über die Bühne huschen zu lassen.
Ganz nett, aber auch sehr naheliegend, Frau Streep als überschätzte Schauspielerin zu präsentieren. Und auch die Freude des Hosts über Sitting ovations kann man nachvollziehen, da die Jungs und Mädels so gut wie kaum noch sitzen. Das nimmt der Standing ovation den Glamour.
Und wirklich witzig immerhin die Bemerkung, dass Hollywood nicht nach Hautfarben und Nationalitäten diskriminiert, sondern nur nach Alter und Gewicht.
Highlight, Shirley McLaine, die dermaßen verächtich mit den Augen rollte als sie die besten "foreign" Film Nominierten vorlesen musste, dass man Mitleid mit ihr haben konnte. So tief bin ich gesunken, dachte sie offensichtlich.
Die Lieder wieder öde, besonders das von Sting. Und die ohnehin schwachen La la Liedchen wurde noch schlimmer dargeboten als im Film.
Und die Oscars? Ich sagte schon, dass Deathpool hätte gewinnen sollen, aber unter den Nominierten unbedingt Hidden Figures (und dann Hell und High Water).
Die Dankesreden ohne Pep, außer der von Viola Davis, die aber deutlich "overactete".
Der "Skandal" am Schluß, wenn es denn nicht doch inszeniert war, hat dann ein wenig für langweilige 4 Stunden entschädigt. La la-Produzenten beginnen schon mit der Rede als einer sagt, der beste Film sei tatsächlich Moonlight. Man denkt peinliche Pseudorespektsäußerung, bis schließlich klar wird, dass es stimmt. Die arme Faye.
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Al und Jiro [Feb. 14th, 2017|01:58 pm]
liedzeit
Über Jarreau wollte ich eigentlich nichts sagen, weil ich den als zu ignorierenden Fake-Künstler abgespeichert hatte, aber nisi bene etc. Jazz finde ich schon an sich abscheulich, und populäre Jazz-Künstler noch mehr.
Dennoch war ich überrascht, als ich jetzt in einige seiner Stücke hineinhörte, und feststellte, dass seine Musik noch viel, viel, viel schlimmer ist, als ich das in Erinnerung hatte.
Und Jiro Taniguchi, falls der mir etwas hätte sagen sollen, sagt mir jetzt, wo ich einen Schritt auf ihn zugegangen bin, noch immer nichts.
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Dept. Mystery of the Missing Links (7) The Murder of Roger Ackroyd [Feb. 7th, 2017|12:30 pm]
liedzeit
Dieser Roman brachte Agatha Christie Weltruhm ein. Er wurde immerhin 1987 von der British Crime Writers’ Association zum besten Kriminalroman aller Zeiten gewählt. Und normalerweise gebe ich keinen Spoiler-Alert, aber hier schon. Also, lieber Leser, geh und lies das Buch!
Herr Roger Ackroyd also wird umgebracht. Verdächtig ist der Sohn hauptsächlich, aber zum Glück wird Poirot aus der Rente zurückgerufen und macht sich an die Arbeit. Unterstützt wird er durch den sympathischen Erzähler der ganzen Geschichte, dem Arzt Sheppard. Der übernimmt die Rolle des Hastings. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Hinweisen, die auf den wahren Täter schließen lassen, aber die Bereitschaft dem Ich-Erzähler zu trauen ist so groß, dass der Gedanke - selbst beim Wiederlesen - kaum auftauchen möchte.
Sheppard ist der Mörder. Und der Mord geschieht, um Erpressung zu vertuschen. Ganz am Anfang erhält Ackroyd einen Brief, der die Erpressungsgeschichte aufklärt. Sheppard ist dabei und fordert ihn sogar noch auf den Brief zu lesen. Schöner touch. Sein Alibi (Deutscher Titel) verschafft sich Sheppard mittels eines Diktaphons, 1926 wohl auch noch nicht unbedingt eine naheliegende Sache. Wunderbar. Die Charaktere sind nicht ganz so scharf gezeichnet wie in späteren Werken, aber Sheppard und seine Schwester sind großartig. Poirot sowieso.

The Murder of Roger Ackroyd - 1926
Erzählperspektive: Dr James Sheppard
Morde: 1
Aristoteles: 9
Austen: 2
Auster: 3
10/10
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Dept. Platten [Feb. 2nd, 2017|01:44 pm]
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721. Various – Hair  [a] (1968) (6)
722. Alan Stivell – Rennaissance de la Harpe Celtique [a] [3er] (1972) (5)
723. Ten Years After – I'm Going Home / Portrait [a] (?) (6)
724. Rachmaninow – Klavierkonzert Nr. 2 [a] (?) (7)
725. Smiths – "Strangeways, Here We Come" (1987) (6)
726. Cliff Barnes and the Fear of Winning – The Record That Took 300 Million Years To Make [a] (1987) (7)
727. Rolling Stones – Steel Wheels [a] (1989) (6)
728. Prince – Dirty Mind [a] (1980) (4)
729. Terry Jacks – Seasons in the Sun  (1973) (8)
730. Joana –  Mit Ungebrochenen Schwingen (1981) (7)

Hair ist ein wenig angestaubt. Aquarius und Hair schon ziemlich gut, aber inhaltlich natürlich fragwürdig. Stivels Musik ist eigentlich gar nicht so schlecht. Aber 6 Plattenseiten von dem Gedudel hält kein Mensch aus. Eine Platte hätte sicher 7 Punkte erhalten. Schade, dass die Musik von Cliff nicht ganz so gut ist wie Gruppenname und Plattentitel.
Steel Wheels ist eigentlich auch nicht so übel, aber beim Hören fragt man sich immer, warum vertue ich meine Zeit damit, wenn ich doch auch Sticky Fingers oder so auflegen könnte.
Seasons in the Sun war mein ernstes allererstes Lieblingslied. Wobei ich das so definiere, auf Cassette aufgenommen und mindestens 10 Mal hintereinander gehört. Lustigerweise ist die LP ziemlich gut. Ein bisschen wie Gordon Lightfoot. Seasons fällt da raus. Das muss man heute beinahe kitschig finden. Tue ich nach außen selbstverständlich nicht.
Joana konnte ich nie ertragen, der Inbegriff der weinerlichen Weltverbesserin. Dennoch kaufte ich mir die neulich - mit Widmung. Und siehe da. Sie ist ziemlich witzig. Die Texte auch nicht schlechter als die von Reinhard Mey. Wobei mir die Stimme immer noch nicht gefällt.

Bestes Stück: Seasons in the Sun Terry Jacks
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Kleiner Bruder [Jan. 30th, 2017|10:00 am]
liedzeit
Man sieht irgendeinen Film, sagen wir Tinker Tailor Soldier Spy, und fragt sich zwischendurch: ist das nicht John Hurt? Ganz sicher ist man sich nicht. Aber allein die Möglichkeit, dass er es sein könnte, wertet den Film sofort auf.
Man sieht einen Schauspieler, findet ihn gut so wie in Midnight Express oder Alien, vergisst ihn wieder. Bei Hurt war es 1984 mit dem er für mich zum Household name wurde.
Ich fand den Film irritierend, nicht zuletzt weil für mich Hurt als Winston Smith eine Fehlbesetzung war. Aber ihm ist es gelungen, meinen Widerstand zu brechen und meine Einschätzung umzudrehen. Und nicht durch totalitäre Foltermethoden, sondern durch Schauspielkunst.
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Nominierungen Oscar 2017 [Jan. 25th, 2017|11:54 am]
liedzeit
Weder Dr. Strange noch Deadpool!
Keine Nominierung für Tilda Swinton für die Rolle ihres Lebens!
La La Land. Seriously? 14? Ist als Film okay, wenn auch von Café Society geklaut. Aber die Tansszenen? Pathetic. Also so wie Ryan Gosling tanze ich nach vier Wochen Training auch. Kein Wunder, dass die guten Tanznummern alle im Scherenschnitt von Doublen gegeben werden. Der Zuschauer will betrogen werden, aber bitte nicht so offenkundig.
Emma Stone. Oscar für größte Augen ginge in Ordnung, aber für Schauspielkunst?
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Yes we could [Jan. 24th, 2017|10:28 am]
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Jetzt bin ich nicht der allergrößte Can Fan, aber wenn da ein Fastnamensvetter dahingeht, dann soll mir das schon eine Träne wert sein.
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