| Traurige Tropen |
[Nov. 5th, 2009|01:15 pm] |
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Statt ein paar passender Worte zu Claude, den ich immer für einen Jeans-Hersteller gehalten habe, hier lieber die Mitteilung, dass sich eines der allerbesten Lieder, nunmehr erworben, ununterbrochen im Kopf breitmacht. In every other song that I’ve heard lately some fellow gets shot. And his baby and his best friend both die with him as likely as not. |
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| Angebot ablehnen |
[Oct. 17th, 2009|11:41 pm] |
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Konnte ich nicht. Anlässlich von Als Ableben doch mal wieder den Paten zu sehen. Seufz. |
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| Fliegendreck |
[Oct. 8th, 2009|01:15 pm] |
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Als vor ein paar Jahren Frau Jelinek den Literaturnobelpreis gewann, dachte ich, die einzige noch unwürdigere Kandidatin wäre Herta Müller. Man soll solche unfrommen Gedanken nicht hegen. Jetzt ist es also so weit. Ich erinnere mich an eines ihrer Werke, das mit "Die Ameise trägt eine tote Fliege." begann. Von da ab ging es stilistisch stetig bergab. |
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| Satire |
[Sep. 29th, 2009|11:28 am] |
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Bei William fühlte ich mich immer gut aufgehoben. Ein Mann, der die Sprache liebte und hübsche Kolumnen über sie zu verfassen wusste. Konservativ und gut. Da ist es natürlich etwas schade, dass der Artikel, der mir am deutlichsten von ihm in Erinnerung geblieben ist, gar nicht von ihm geschrieben wurde, sondern von Herrn Hofstadter. Und selbst mir fiel es schwer der Überzeugungskraft dieser (http://www.cs.virginia.edu/~evans/cs655/readings/purity.html) Kolumne zu widerstehen. |
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| Eddie |
[Sep. 23rd, 2009|08:39 am] |
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Freitag Abend nach der Badewanne Aktenzeichen, das war für die kindliche Seele eigentlich zu viel. So ähnlich wie beim Kommissar lag da bald eine Leiche im Wald, aber die kühle Stimme aus dem Off, die sachlich kommentierte, wie das Verbrechen vorgenommen worden war, machte die Sache nur noch unheimlicher. Und wenn dann Herr Zimmermann nach sachdienlichen Hinweisen fragte, und zwar immer in einem Ton, der zu sagen schien, der kleine Rest von anständigen Bürgern müsse angesichts der immer brutaler um sich greifenden Gewalt zusammenhalten, war es um mich geschehen. Warum, so lehrte er mich fragen, muss ich in einer solchen Welt leben? Ob ich ihm dafür dankbar sein muss, weiss ich inzwischen allerdings nicht mehr. |
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| Trollope |
[Sep. 20th, 2009|11:52 pm] |
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"The Warden" 8/10 - 3 down 12 to go. |
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| Die Verführung des Ingmar Bergman |
[Sep. 14th, 2009|10:31 pm] |
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Am 14. August wurde in Schweden ein Musical der Sparks im Radio aufgeführt: "The Seduction of Ingmar Bergman". Der kulturelle Höhepunkt des Jahres. Es geht darum, dass Herr Bergman in Hollywood arbeiten soll. Leider entgehen mir die Feinheiten der Handlung, da mein Schwedisch zu schlecht ist. Aber die Musik ist großartig, besonders da, wo sie an Weil erinnert. Hoffentlich kommt das irgendwo mal richtig auf die Bühne. |
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| Duft |
[Sep. 10th, 2009|09:37 am] |
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Bei Trivial Pursuit. Welches Handikap hat Frank Slade in Der Duft der Frauen? Und ich: Konnte der Golf spielen? Der war doch blind. |
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| Gold-Toni |
[Aug. 28th, 2009|03:02 pm] |
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Es gibt genau einen Fußballspieler, Pelé. Einen Boxer, Ali. Einen Radrennfahrer, Eddie Merckx. Einen Tennisspieler, Björn Borg. Einen Eishockeyspieler, Erich Kühnhackl. Und so gab es einen Skiläufer.... |
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| How high the Moon |
[Aug. 18th, 2009|11:47 am] |
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Aus der Serie "der hat noch gelebt?" Mary Ford wartet schon seit über dreißig Jahren auf ihn. |
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| True Colours |
[Aug. 7th, 2009|10:17 am] |
Red Rubber Ball - Cyrkle White Man in the Hammersmith Palais - Clash Mr. Blue Sky - Electic Light Orchestra Green Onions - Booker T. and the M.G.s Purple People Eater - Sheb Wooley Pink Panther Theme - Henry Mancini Fade to Grey - Visage Blackberry Way - Move Yellow River - Christie Brown Girl in the Ring - Boney M. |
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| Number Numbness |
[Aug. 3rd, 2009|10:01 am] |
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Eine unschuldige Spießerfreude ist es, in der Zeitung Fehler zu finden, und sich darüber lauthals zu beklagen. Aber Fehler passieren doch nun mal? Ist doch nur menschlich? Im Prinzip schon. Aber wenn ich im Wissenschaftsteil(!) der FAS lesen muss, Alpha Centauri sei "bloß" 4,3 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, dann gehört das schon öffentlich bloßgestellt. Man kann sich ja mal um Faktor 10 vertun. Bei großen Zahlen auch um Faktor 100 aber ein Million? Da misstraut man doch auch sofort den anderen Angaben. Da ist in dem Artikel von einer Stadt die Rede, die 60 Kilometer entfernt sein soll. Vielleicht doch nur 60 mm? Oder 3 Lichtminuten? |
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| Lulu |
[Aug. 1st, 2009|09:50 am] |
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Auch wenn das eher peinlich ist, gehört hier das Geständnis her, dass ich mich nach Ende des Studiums, und damit nach Wegfall des Studentenrabatts aus dem Theaterleben doch ziemlich zurückgezogen habe. Doch traf es sich immer gut, dass man im Anklagefall sich immer berufen konnte auf den allgemeinen Niedergang des Theaters seit dem Ende der Zadek-Ära. Die damals, ja, aufgeführten Stücke, die, natürlich, hatten was. Ghetto vor allem und Lulu natürlich (das in Wirklichkeit allerdings eine Idee zu lang war) aber ganz besonders Wie es euch gefällt, wo Ulrich Tukor das zögerliche Publikum dazu bringt "Robin Hood" zu singen. Ach wie war das schön. |
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| Gigantischer Schritt |
[Jul. 22nd, 2009|02:53 pm] |
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Die Reise in die Vergangenheit wollte ich mir nicht nehmen lassen. Also anlässlich des 40. Jahrestages des Trips zum Mond brav vor dem Fernseher gesessen (vorher Raumpatrouille mit Frau Heidenreich). Und wie in der Erinnerung war am faszinierendsten, wie 4 Herren am Tisch Reden und reden und reden, um die Zeit bis zum Ausstieg totzuschlagen. Sehr nett, weil solide aber ehrsam öde. Von Kugelschreibern und Fahnen. Dann endlich die verschwommenen Bilder. Und ungefähr eine dreiviertel Stunde nachdem Armstrong ausgestiegen war, verkündet Herr Buttlar aus dem Off Armstrong habe da, als er den Mond betrat, eine denkwürdige Sentenz abgesondert. Wie schade, dass das nicht zu hören war. Obwohl das im kollektiven Gedächtnis doch ganz fest verankert ist? |
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| Frank to Ashes |
[Jul. 20th, 2009|04:49 pm] |
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Das Buch sehr nett und die Verfilmung von Alan Parker ja irgendwie noch besser, aber obwohl mir das irische Elend im Kino schon sehr gut gefallen hat, war das noch tausendmal besser im MiniFernseher im Überlandbus mitten in Australien. |
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| Havelock Counter |
[Jul. 19th, 2009|07:26 pm] |
Counter: 5 Ort: Stephen Jay Gould: Der falsch vermessene Mensch. |
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| Klein and the valley of evil |
[Jul. 8th, 2009|10:15 am] |
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Den Mann fand ich immer faszinierend, erst die Rolling Stones über den Tisch ziehen, und clever genug zu sein, um noch rechtzeitig an die Beatles weiterempfohlen zu werden, um auch die auszunehmen. "You never give me your money". - "One two three four five six seven, All good children go to heaven." |
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| Zowie |
[Jul. 7th, 2009|10:17 am] |
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Da wir gerade den ersten schöne Erfolg Bowies, Mayor Toms Reise in der Zinnkann, anlässlich des 40jährigen feiern sollen, trifft es sich nett, zu lesen, dass sein Sohn mit der Bürde auf den Namen Zowie getauft worden zu sein, wohl ganz gut zurecht gekommen ist. Seit seiner frühen Kindheit, lese ich, lässt er sich Duncan Jones nennen und ist Doktor der Philosophie geworden. Ganz ausgezeichnet. |
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| Stone dead |
[Jul. 4th, 2009|02:26 pm] |
Die Straßen von San Francisco war eine Serie, die man nicht unbedingt sehen musste. Relativ simple Plots, keine große Action, keine guten Frauencharaktere. Was machte die Serie dann überhaupt aus? Schöne Kamerafahrten durch die Schluchten der Stadt und das Verhältnis von Karl zu Michael. Und das war von soviel Respekt und Liebe geprägt, das es eigentlich langweilig hätte sein müssen. War es aber nicht. Wie gut das funktionierte, merkte man erst, als später Michael ausgetauscht wurde. Natürlich war Mr. Malden auch ein gern gesehener Nebendarsteller in wichtigen Filmen. Sogar mit Oscar. Und vielleicht sollte ich mir mal wieder How the West was Won ansehen, wo er es einer reizenden Tochter verdankt, dass man ihn gern als Schwiegervater hinnimmt. |
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| Death of an Angel |
[Jun. 26th, 2009|09:41 am] |
Leider ergibt sich die Notwendigkeit Oscar Wilde zu zitieren: one must have a heart of stone to read the death of little Michael without laughing. Es gibt in der Tat wenige Menschen, für die ich mehr Abscheu empfinden kann. Dabei hat er als Kind mit seinen Geschwistern annehmbare Musik gemacht. Und sein Rattenlied, Ben, fand ich irgendwie auch ganz nett, aber um es ganz klar zu sagen, er ist verantwortlich für die grauenhafteste Musik der 80er Jahre, Beat it, Billie Jean und wie der ganze Mist heißt. Shudder. Und weil er dabei so erfolgreich war, und darum noch schrecklichere Epigonen fand, hat er ein gesamtes Jahrzehnt musikalisch verpestet. Was für eine elende Verschwendung von Talent! Und das ist der wahre Grund, warum man eine Träne fließen lassen könnte. Dass er sich bei seinen Performances permanent an den S. packen musste, hat ihn mir auch nicht eben sympathischer werden lassen. Privat war er wohl ein armer Irrer. Immerhin bleibt neidvoll anzuerkennen, dass er die schöne Lisa hat ehelichen und Liz zu seinen Freunden zählen durfte. Die wahre Tragödie dagegen ist der Tod von Farrah. Und dass der so grausam überschattet wird. |
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